Intraoralscanner: Grundlagen, Vorteile und Kosten

30. Juni 2022

Der Weg zur kompletten Digitalisierung in Ihrer Zahnarztpraxis ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. In den letzten Jahren wurden immer mehr Möglichkeiten auf den Markt gebracht, um einen digitalen Workflow im Praxisalltag aufbauen zu können. Mit dazu gehört auch der Intraoralscanner. Durch ihn werden herkömmliche Gipsmodelle von Gebissen durch die moderne Technologie der digitalen Scans ersetzt.

Was sind Intraoralscanner?

Mittels Intraoralscanner lassen sich Zahnabdrücke in digitaler Form erstellen. Sie tragen sozusagen dazu bei, die Digitalisierung im zahnmedizinischen Bereich voranzutreiben. Je nach Hersteller und Gerät unterscheiden sich die Art der Anwendung, Handhabung, Qualität und Funktionsweisen. Der entscheidende Unterschied zur herkömmlichen Abformung mit Gipsmodellen ist jedoch, dass hier komplett kontaktlos gearbeitet wird. Das Gerät scannt die Oberflächen des Gebisses im Mundraum, generiert daraus sogenannte Punktwolken und formt so ein digitales Abbild. Aus diesem wird dann am Monitor automatisch ein 3D-Modell erzeugt.

Die Vorteile von Intraoralscannern

Der digitale Workflow bringt viele Vorteile mit sich. Es wird hierbei deutlich Zeit gespart, da mit dem Scan zeitgleich das dreidimensionale Modell generiert wird. Das spart wiederum auch personelle Ressourcen, da kein Gipsabdruck mehr hergestellt werden muss. Durch die digitale Datei fallen auch keine Transportkosten mehr für die Modelle an (z.B. Lieferungen an Kieferorthopäden oder Zahntechniker). Fehlerquellen werden ebenfalls minimiert.

Zudem werden die digitalen Modelle archiviert und können jederzeit abgerufen werden – es ist keine Lagerfläche mehr nötig. Die generierten Daten können umgehend verarbeitet werden und Patienten werden direkt beraten. Generell steigt der Komfort für diese, da eben kein unangenehmer Gipsabdruck gefertigt werden muss. Auch der ökologische Aspekt ist nicht zu vernachlässigen. Durch Intraoralscanner fallen keine Abfallprodukte mehr an. Benötigt man doch ein haptisches Modell, kann dieses jederzeit im 3D-Drucker erstellt werden.

Wirtschaftlichkeit und Fazit

Trotz all der Vorteile darf die Wirtschaftlichkeit nicht außer Acht gelassen werden. So sind die Anschaffungskosten zwischen 15.000 € und 45.000 € doch recht hoch. Um Scans durchführen zu können, fallen je nach Anbieter eventuell sogenannte Scan-Fees an. Diese betragen jährlich zwischen 1.000 € und 4.000 €. Mit inbegriffen sind dabei aber auch Software-Updates.

Die analogen Prozesse in Ihrer Zahnarztpraxis können auch nicht sofort durch den digitalen Workflow ersetzt werden. Dies bedarf viel Arbeit, Zeit und auch Geld. Schließlich müssen die neuen Prozesse von Ihnen und Ihren Mitarbeitern erst gelernt werden. Auch kann die große Auswahl an Anbietern und verschiedenen Geräten zunächst überfordern. Empfehlenswert ist es also, sich vorher intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und gegebenenfalls einen professionellen Rat einzuholen.

Ob sich ein solcher Scanner für Ihre Zahnarztpraxis lohnt, kann also nicht so einfach mit einem Ja oder Nein beantwortet werden. Viele individuelle Faktoren wie etwa die Nutzungshäufigkeit oder die tatsächliche Zeit- und Kostenersparnis Ihrer Praxis spielen eine Rolle. Der Weg hin zu mehr Digitalisierung ist aber sicherlich ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Praxis, der nicht nur für Sie sondern auch für Ihre Patienten deutliche Mehrwerte mit sich bringt.

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