Kosten einer Zahnarztpraxis: Wie viel kostet die Selbstständigkeit?

09. August 2022 | Finanzierung, Informationen für Zahnärzte

Eine eigene Praxis gründen, eine bestehende übernehmen oder doch lieber einer Berufsausübungsgemeinschaft beitreten? Möchte man als Zahnarzt nicht im Angestelltenverhältnis arbeiten, folgt der Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Dies ist jedoch mit hohen Investitionssummen verknüpft. Wie hoch sind die Kosten einer Zahnarztpraxis und welche Möglichkeiten habe ich als Zahnarzt überhaupt?

Welche Möglichkeiten habe ich als Zahnarzt?

Nach dem abgeschlossenen Zahnmedizin-Studium stellt sich für Absolventen die Frage, wie sie ihren Beruf letztendlich ausüben möchten. Wählen sie den Weg des angestellten Zahnarztes, ist dies der kostengünstigste. Besteht jedoch der Wunsch, sich selbstständig zu machen, gibt es viele verschiedene Optionen. Der Schritt in Richtung Selbstständigkeit kann natürlich auch nach langjährigem Beschäftigungsverhältnis erfolgen. Die erste Frage, die der Zahnarzt sich stellen sollte, bezieht sich auf die Art der Praxis: Soll es lieber eine Einzelpraxis sein, in der vollkommen allein entschieden werden kann oder eine Berufsausübungsgemeinschaft, in der sich alle Praxispartner gemeinsam den Umsatz aber auch Patientenstamm teilen?

2019 haben sich 1.376 Zahnärzte in Deutschland selbstständig gemacht. Mit 67 % entschied sich die Mehrheit für die Übernahme einer Einzelpraxis, zum Beispiel wenn der ansässige Zahnarzt in Rente ging. Von Vorteil ist hier, dass der Patientenstamm direkt übernommen werden kann und das Grundequipment bereits vorhanden ist. 26 % der Zahnärzte entschieden sich hingegen für die Berufsausübungsgemeinschaft. Hier gibt es die Optionen, eine eigene zu gründen, eine bestehende zu übernehmen oder einer bestehenden Berufsausübungsgemeinschaft beizutreten.

Die Kosten der Zahnarztpraxis 2019 im Durchschnitt

Eine genaue Zahl kann natürlich nie genau genannt werden, da die Kosten von Praxis zu Praxis individuell variieren. Es handelt sich bei den folgenden Zahlen also um Mittelwerte, an denen sich grob orientiert werden kann. Um sich selbstständig zu machen, sollten im Vorhinein die Kosten für die Zahnarztpraxis gut kalkuliert sein. Dazu zählen fixe und variable Kosten, die sowohl einmalig als auch kontinuierlich anfallen. Zum Start braucht es zunächst einen Kundenstamm, Personal, eine technisch-medizinische Ausstattung und natürlich Räumlichkeiten für die Praxis.

Zu den laufenden Kosten zählen unter anderem auch Materialkosten, Nebenkosten für Müllentsorgung, Strom, Wasser und Heizung, Versicherungen und Steuern. Auch an die jährlichen Fortbildungen des Praxisteams sollte gedacht werden – Stichwort: Fortbildungspunkte. Die Personalkosten sowie Miete können stark variieren. So kommt es doch darauf an, wieviel Personal vorhanden ist und ob ein weiterer Arzt in der Praxis angestellt ist. Die Miete hingegen hängt vom Standort und der Größe der Praxis sowie von der Dauer des Mietvertrages ab. Ein längerer Vertrag ist oft günstiger. Zudem müssen Geräte regelmäßig erneuert werden und eine entsprechende Praxissoftware muss vorhanden sein.

Die kostenintensivste Variante der Selbstständigkeit als Zahnarzt ist es, eine Praxis neu zu gründen. Hier lag die Investitionssumme 2019 bei etwa 557.000 €. Wurde eine Praxis hingegen übernommen, mussten 410.000 € aufgewendet werden. Bei der Neugründung fielen die höchsten Kosten der Zahnarztpraxis für die Modernisierung/Umbau, Geräte und sonstige Einrichtungen aus. Wird sich für eine Übernahme entschieden, sind die Investitionskosten zwar geringer, jedoch muss dafür ein Übernahmepreis gezahlt werden. Dieser setzt sich aus einem ideellen und materiellen Wert zusammen. So wurden im Schnitt nur für diesen Faktor in 2019 etwa 176.000 € bezahlt. Kostengünstiger wird es, wenn man sich für eine Berufsausübungsgemeinschaft entscheidet. Zusammengefasst: Eine Neugründung kostet hier im Schnitt 511.000 €, eine Übernahme 341.000 € und der Beitritt zu einer bestehenden Gemeinschaft 321.000 €.

Egal, wofür sich Zahnärzte letztendlich entscheiden: oftmals sind solche Summen nicht allein zu stemmen. Eine gute Kalkulation sowie ein Kredit bei der Bank des Vertrauens sind demnach essenziell. Sind alle offenen Fragen beseitigt und der Plan für die eigene Zahnarztpraxis erstellt, steht der Selbstständigkeit als Zahnarzt nichts mehr im Wege.

Quelle: IDZ – Institut der Deutschen Zahnärzte: „Investitionen bei der zahnärztlichen Existenzgründung 2019 (InvestMonitor Zahnarztpraxis)“

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